Pressemitteilung des LSVD+ Verband queere Vielfalt Saar

Der LSVD+ Verband queere Vielfalt Saar begrüßt den Spitzenplatz des Saarlandes im Vielfaltsbarometer 2025.

Laut der aktuellen Studie der Robert Bosch Stiftung belegt das Saarland bundesweit den ersten Platz bei der Akzeptanz von sexueller Orientierung und erreicht 76 von 100 Punkten. Damit verbessert sich das Bundesland deutlich gegenüber 2019 und setzt sich an die Spitze aller Bundesländer.

Der Landesverband Saar wertet die Ergebnisse des aktuellen Vielfaltsbarometers 2025 als starkes Signal für gesellschaftlichen Zusammenhalt und erfolgreiche Gleichstellungspolitik im Saarland. 

„Dass das Saarland nun bundesweit führend bei der Akzeptanz sexueller Orientierung ist, ist ein großer Erfolg für die engagierte Arbeit von Zivilgesellschaft, Politik und Verwaltung“, erklärt der LSVD+ Verband queere Vielfalt Saar.

Der Landesverband Saar betont, dass der Spitzenplatz kein Zufallsprodukt ist. Die Expertinnen und Experten der Robert Bosch Stiftung führen die Entwicklung insbesondere auf eine starke lokale Vernetzung sowie sichtbare politische Unterstützung zurück. 

Das Spitzenranking des Saarlandes verdeutlicht, dass insbesondere die saarländische Landesregierung und die Landeshauptstadt Saarbrücken, die Kreisstadt Neunkirchen, sowie die Landespolizei in den vergangenen Jahren wichtige Impulse für Gleichstellung, Sichtbarkeit und Akzeptanz gesetzt haben. Programme zur Antidiskriminierung, Unterstützung queerer Projekte sowie die enge Zusammenarbeit mit der Community zeigen eine messbare Wirkung.

Die guten Nachrichten aus dem Saarland stehen im Kontrast zur bundesweiten Entwicklung: Insgesamt ist die Akzeptanz von Vielfalt in Deutschland rückläufig. So sank die Zustimmung zur Vielfalt seit 2019 merklich, und auch die Akzeptanz sexueller Orientierung ging bundesweit zurück. 

„Gerade vor diesem Hintergrund ist das Ergebnis für das Saarland umso bemerkenswerter. Fortschritte sind möglich, wenn die Politik entschlossen handelt und die Zivilgesellschaft gestärkt wird.“, so der LSVD+ Verband queere Vielfalt Saar.

Trotz des positiven Rankings sieht der LSVD+ Verband queere Vielfalt Saar weiterhin Handlungsbedarf. Insbesondere bei der Akzeptanz von trans*, intergeschlechtlichen und nicht-binären Menschen bestehen weiterhin Vorbehalte in der Gesellschaft. Der Landesverband Saar weist in diesem Zusammenhang erneut auf den massiven Anstieg bei Straftaten gegen queere Menschen hin.

 

Der Landesverband Saar fordert daher, die erfolgreiche Arbeit im Saarland konsequent fortzuführen: